FACES mit: Katharina Jacobi
- 29. Aug. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Katharina Jacobi (sie/ihr) Pflegedienstleitung - Böhl-Iggelheim
„Mir ist wichtig, dass wir ehrlich miteinander sind – egal was kommt.“
Wer mit Katharina Jacobi spricht, merkt schnell: Hier sitzt eine Frau, die für ihre
Arbeit brennt – und gleichzeitig fest im Leben steht. Sie ist Pflegedienstleitung in
Böhl-Iggelheim bei Pflege im Quadrat. Jeden Tag fährt sie noch selbst Tour,
kümmert sich um die Organisation mit Ärzt*innen und Krankenkassen – und ist doch
immer ansprechbar für ihr Team. In unserem FACES-Format erzählt sie, warum sie
nach einem Abstecher als Floristin den Weg in die Pflege gefunden hat, wie sie zu
PIQ kam – und was ihr heute besonders wichtig ist.

Vom Blumenstrauß zur Pflege
Eigentlich begann Katharinas Weg ganz woanders: als Floristin. „Das hat mir großen
Spaß gemacht – kreativ sein, Sträuße binden, etwas Schönes schaffen. Aber am
meisten habe ich es geliebt, wenn Kund*innen hereinkamen und mir direkt ihre
Geschichten erzählt haben. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zuzuhören."
Genau diese Nähe zu Menschen hat sie irgendwann in die Pflege geführt.
Nach einer einjährigen Ausbildung in Neustadt, einer Schwangerschaft und
Erfahrungen in der Ambulanz kam sie schließlich zu PIQ. „Eine Kollegin, mit der ich
mich super verstanden habe, meinte damals: Schau dir das mal an. Und ehrlich
gesagt wollte ich erst nicht. Aber dann habe ich den Chef im Auto getroffen – und da
wusste ich, ich muss mich doch vorstellen.“
So landete sie bei Pflege im Quadrat – und blieb. „Die Atmosphäre, das Team – das
war von Anfang an richtig.“

„Wir starten um halb sechs – und oft schon mit einem Lachen“
Heute ist Katharina Pflegedienstleitung – und trotzdem noch immer draußen
unterwegs. „Ich könnte nicht nur im Büro sitzen. Ich will sehen, was läuft, und bei den
Menschen sein.“
Ihr Tag beginnt früh: 5:30 Uhr Übergabe, noch ein kurzer Plausch mit Kolleg*innen –
nicht nur über Dienstliches, auch über Privates. „Das ist wichtig, dieses Miteinander.
Dass man nicht nur funktioniert, sondern auch mal Blödsinn macht.“
Und dann geht es raus zu den Patient*innen. „Manchmal ist man früher wieder
daheim – manchmal auch erst später. Aber egal wie: Ich fahre gern raus. Ich weiß,
was ich tue, und das macht mich stolz."
Werte, die zählen
Wenn man Katharina fragt, was ihr bei der Arbeit besonders wichtig ist, muss sie
nicht lange überlegen: „Keine Grüppchenbildung. Keine Hinterzimmer-Gespräche.
Wenn jemandem etwas auf dem Herzen liegt, soll er direkt zu mir kommen."
"Ehrlichkeit ist das A und O.“
Diese Haltung spiegelt sich auch in ihrem Team wider. „Als ich im Urlaub war, habe
ich mir natürlich den Kopf gemacht, ob alles läuft. Aber die Kolleg*innen haben das
super hinbekommen, zusammengehalten – und ich kam zurück, und es war alles
bestens. Darauf bin ich richtig stolz.“

Zwischen Mosel, Spanien und Hunden
Privat zieht es Katharina und ihren Mann oft raus: „Wir fahren regelmäßig an die
Mosel – egal bei welchem Wetter. Das ist für uns wie ein zweites Zuhause. Morgens
in den Weinbergen, wenn die Sonne aufgeht – schöner als jedes Meer.“
Dazu kommen Urlaubsreisen, zuletzt mit dem Auto nach Spanien, an die Costa
Brava. „Das war richtig toll – Strand, Meer, Sonne.“
Und auch im Alltag gibt es Rituale: „Jeden Donnerstag frühstücken wir zusammen –
jede*r bringt etwas mit. Das ist uns wichtig: Gemeinschaft, egal ob im Dienst oder
drumherum.“
Was bei Katharina nie fehlen darf: ihre Hunde. Ein Schäferhund - Spitzmischling und
ihr Terrier sind fast immer mit dabei – ob beim Spaziergang, beim Ausflug an die
Mosel oder einfach zuhause. „Das ist eine Mischung, die man nicht alle Tage hat –
jeder mit seinem eigenen Charakter. Der eine stolz und wachsam, der andere frech
und verspielt. Zusammen sind sie einfach unschlagbar.“
Die beiden bringen nicht nur Bewegung in ihren Alltag, sondern auch viel Freude.
„Mit den Hunden unterwegs zu sein, ist für mich Ausgleich pur. Da vergesse ich den
Stress und kann einfach abschalten.“

Familie als Rückhalt
Auch privat hat Katharina ihren festen Anker: ihre Familie. Mit ihrem Mann verbindet sie eine lange gemeinsame Geschichte – angefangen bei kleinen Tricks, um ihn schon als Teenager zu treffen, bis hin zu gemeinsamen Jahren in Neustadt und jetzt den regelmäßigen Ausflügen an die Mosel. „Er ist mein Ruhepol – und gleichzeitig jemand, mit dem ich immer etwas unternehmen kann.“
Dazu kommen ihre drei Kinder, die den Alltag manchmal turbulent, aber immer erfüllend machen. „Natürlich ist es nicht immer ruhig – aber genau das liebe ich. Zuhause wird gelacht, und gequatscht – und manchmal geht’s eben genauso lebendig zu wie im Dienst.“ Für Katharina ist klar: Familie gibt Kraft – und das spüren auch ihre Patient*innen und Kolleg*innen.

„Ich hätte nichts Besseres finden können.“
Immer neugierig, immer unterwegs
Rückblickend weiß Katharina: Ihr Weg in die Pflege war genau richtig. „Es gab
Momente, da habe ich gezweifelt – Prüfungen, Situationen, die mir sehr nah gingen.
Aber heute weiß ich: Das war es wert.“
Wenn sie ihrer jüngeren Version einen Rat geben könnte, würde sie sagen: „Mach
deinen Weg mit erhobenem Haupt. Trau dir was zu. Und bleib ehrlich – dann läuft’s.“

Liebe Katharina, danke, dass du mit deiner Klarheit, deinem Herz und deiner Energie
den Standort Böhl-Iggelheim zu dem machst, was er ist.
Autor: Tymek Trembacz | Fotos: Nubia Herbath, Tymek Trembacz




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