Aktualisiert: vor 7 Tagen

Sozialbürgermeisterin Stefanie Jansen eröffnet die Podiumsdiskussion in Heidelberg. Mit der Thematik “Queeres Wohnen im Alter” beginnt die Veranstaltung im Karlstorbahnhof. Die Podiumsbühne ist gefüllt mit geballter Kompetenz verschiedener Bereiche: Jutta Scholz, Leiterin der Gruppe “Queere Vielfalt im Alter” Heidelberg oder Derek Cofie-Nunoo, Diplom Gerontologe an der Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg und, natürlich ganz vorne mit dabei, unser Unternehmensleiter Panajotis Neuert als Vertreter der Ambulanten Pflege.

Die an der Diskussion beteiligten wurden sorgfältig ausgesucht und ermöglichen verschiedene Perspektiven. Das stellt sich schnell heraus.


Zunächst wird gefragt, wie der Bedarf für queeres Wohnen in der Region aussieht und die Antwort ist deutlich. Groß. Nicht nur bei uns, eigentlich überall. Erst recht ein Grund, weshalb es wichtig ist, dass zumindest Pflegedienste ein Auge hierfür haben.


Joti beginnt zu erzählen, welcher Aufwand betrieben wurde, um das Qualitätssiegel Vielfalt zu erhalten. Zusammen mit dem Qualitätsmanagement, wurde umgeschrieben und umgedacht, die richtige Sprache eingebracht und vor allem – Personal und Leitung wurden für diese Thematik geschult und sensibilisiert. Ein Aufwand, der sich lohnt - seit 2020 ist Pflege im Quadrat im Besitz des Qualitätssiegels.

Ausgezeichnet mit solch einem Siegel, erwarten einen leider aber nicht nur positive Reaktionen. Deswegen, so erzählt Joti weiter, wäre es eine wichtige Überlegung, direkt an die Schulen zu gehen, um die Auszubildenden so früh wie möglich zu sensibilisieren.


Weiter im Gespräch, berichtet Derek Cofie-Nunoo von der aktuell bestehenden Problematik mit den mangelnden Räumen in Heidelberg, die für queere Menschen gedacht sind, die ihre Bedürfnisse kennen und sich eine biografische Kontinuität wünschen. Es besteht kaum Perspektive, gerade für solche Menschen und genau da möchte Derek ansetzen. Für uns alle ist es eine unausweichliche Frage, wie wir im Alter leben wollen. Doch gerade die queere Community, die mit anderen Herausforderungen und Diskriminierungen zu kämpfen hat als die heteronormative Mehrheitsgesellschaft, sollte sich mit den Fragen auseinandersetzen, die mit dem Alter einherkommen. Wie sieht es für mich in Zukunft aus? Wer ist da und kümmert sich? Welche Bedürfnisse habe ich im Alter?

Bestehen Antworten auf diese Fragen, ist jeder von uns bereits einen großen Schritt weiter.  

Eine große Stütze für einen angemessenen Lebensabend, so erzählt Derek, könnten flexible Grundrisse sein: Räume, in denen man im Alter angemessen leben kann. Pflegedienste könnten additiv hinzugefügt werden und somit ein allumfassendes Angebot darstellen.  

Nur, wie kommen wir dahin? Das Angebot an unterschiedlichen Wohnformen fehlt. Nicht nur in Heidelberg, sondern überall. Überlegungen wie zum Beispiel: “Was sind die Bedarfe und wie können wir Räume schaffen?” sind ein kleiner Anfang. Jutta Scholz kommt zu Wort und knüpft direkt an dieses Thema an. Sie, als lesbische, alleinstehende Frau, wünschte sich einen Lebensort, den sie mit anderen Frauen ihres Alters und Community teilen könnte. Mittels Gespräche mit der Sozialbürgermeisterin Heidelbergs, Stefanie Jansen und Unterstützung von mehreren Seiten, konnte ein alleinstehendes Gebäude aufgekauft und für diesen guten Zweck genutzt werden.

Ein Positivbeispiel, welches aber die Grundproblematik aufzeigt. Wie kommen queere Menschen zu diesem wohlverdienten Wohnraum? Es wird evaluiert und überlegt, eine Lösung könnten Konzeptübergaben sein. Ein Gebäude bekommen nicht die mit dem meisten Geld, sondern die mit dem besten Konzept. Zudem könnten Mehrgenerationshäuser eine Option darstellen, die mehrere Gesellschaftsgruppen abholen. Diese Idee unterstützt auch das ZUSAMMEN leben. Man ist gerne umgeben von anderen - diese Rahmenbedingungen müssen auch für ältere Menschen geschaffen werden.

Trotz der Ernsthaftigkeit der besprochenen Inhalte, besteht eine ausgelassene, aber in erster Linie interessierte Stimmung. Als die Frage an das Publikum gerichtet wird, wie deren Erfahrungswert aussieht, kommt Fabian Klenk zu Wort: Er engagiert sich im CSD-Verein und stellte eine gewisse Tabuisierung fest – für schwule Männer gibt es nichts Schlimmeres, als alt zu werden. Er will dieses Thema aus der Ecke der Tabuisierung rausholen und mehr in Diskurs treten. Zudem verweist er darauf, dass diese Problematik auch in anderen Vereinen und Gruppen angenommen werden muss und nicht nur innerhalb der queeren Community stattfinden kann. Große Zustimmung seitens der anderen kam auf.  

Letztlich geht es nämlich genau darum. Es braucht Diskurs, aber allem voran Handlungskraft. Wir alle werden alt und deswegen ist es kein Minderheitenthema. Denn, wenn man es recht bedenkt, sind wir alle mitinbegriffen, wenn hier im Karlstorbahnhof diskutiert wird. Wie wollen wir in Zukunft leben? Und wie können wir das angemessen umsetzen?

Lasst uns das zusammen gestalten.

Autorin: Melissa Sobottke | Fotos: Alexander Kästel


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Toleranz, Respekt, Vielfalt - Ende Mai feierten wir in unserer Firmenzentrale den jährlichen Diversity Day 2022 und luden Mitarbeitende aus allen fünf weiteren Niederlassungen in den Mannheimer Norden ein.

Der von der Charta der Vielfalt ins Leben gerufene Aktionstag, bietet einem uns sehr wichtigen Thema eine Bühne: Ein hoch auf die Vielfalt!

Unser quer- und queer-buntes Team zelebrierte diesen Tag mit internationalen kulinarischen Köstlichkeiten, die unsere Tische füllten, kalte Getränke, angeregte Unterhaltungen und eine tolle Stimmung, dank der fantastischen Livemusik, regten zum Tanzen an.


Und – vor allem – jede Person konnte sein, wie sie ist.

Darum geht es uns am Diversity Day. Und, seien wir mal ehrlich, an all den anderen Tagen im Jahr auch: Die Vielfalt ist, was uns verbindet. Sie bereichert uns ungemein.


Welch ein Glück, dass wir genau das jeden Tag aufs Neue bei uns feststellen können und somit euch allen nochmals, und gern immer wieder sagen und schrieben: dass ihr uns willkommen seid, wie ihr seid, dass wir uns auf all eure Unterschiedlichkeiten gut vorbereitet haben und wissen, was es heißt, wenn Teile der Gesellschaft meinen, dass wir “anders” seien. Ja, das sind wir – und das zu Recht.

Euch alles Gute – seid stolz auf euch, auf uns.

Wir sind es schon, euch zu uns zählen zu dürfen.

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Autor*innen: Sobottke/Kästel Fotos: Kästel/Nill

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Heute möchten wir wieder im Rahmen unserer Rubrik: Mitarbeitenden-Portraits „FACES“, etwas persönlicher werden. Einen kleinen Einblick in unsere vielseitigen Aufgabengebiete gewähren. Die unterschiedlichen Menschen bei uns begleiten auf ihren täglichen Wegen. Ihnen über die Schulter schauen, zusehen und vor allem: zuhören.

Weiter geht’s mit: Ramona Nill (sie/ihr)

Assistentin der Geschäftsleitung

Freitagnachmittag. Mit ihrer stehts vorhandenen Pünktlichkeit und einem Lächeln auf den Lippen, taucht Ramona bei uns, im Mannheimer Quadrate-Büro, auf.

Ausgestattet mit Cappuccino und Dresdener Eierschecke, begeben wir uns auf dem Balkon. Man könnte es mittlerweile auch den FACES Interview-Raum nennen. Aber das ist eine individuelle Betrachtungsweise.

Ramona strahlt Stärke und Selbstbewusstsein aus. Das realisierten wir nicht nur in der bisherigen Zusammenarbeit mit ihr, sondern besonders auch in diesem Interview. Jedes Interview, welches wir für FACES führen, entpuppt sich als ganz eigene Erfahrung. Der Einblick in ihre Arbeit erweist sich als besonders spannend.


Mit ihrem Studium für Betriebswirtschaft und Sozialmanagement in der Tasche, begab sie sich auf Jobsuche. Durch den Kontakt einer Freundin, erfuhr sie von einem Jobangebot bei Pflege im Quadrat. Lebensläufe wurden weitergeleitet und landeten letztlich bei Joti auf dem Schreibtisch. Kurz darauf war sie eingestellt in einem Job, den es in dieser Form noch nicht gab.

Wenn Ramona eines gut kann, dann ist das Professionalität. Spricht man mit ihr über alltägliche Dinge, strahlt sie einen an und bezaubert mit ihrer lockeren und entspannten Art. Geht es zur Arbeit über, spürt man den Switch sofort. Seriosität und Eloquenz kommen augenblicklich zum Vorschein, was nicht nur ihr, sondern auch ihren Kolleg*innen zugutekommt.

Des häufigeren konnte ich in unseren Arbeitsalltag beobachten, wie Ramona, in geübter sekundenschnelle, ein gutes Gespür für ein Problem und die dazu passende Lösungsfindung hat. Brennt es mal im Haus – ist sie die richtige Ansprechpartnerin. Angeleitet wird dies durch ihre ausgeprägte Arbeitsmoral und intrinsische Motivation. Gibt es mal einen Tag, der über die üblichen acht Stunden Arbeitszeit hinausgeht, stört sich niemand weniger daran als Ramona. Eventuell müsste man sie noch aufhalten, dass sie nicht die ganze Nacht durcharbeitet. So viel zu ihrem Arbeitsengagement.

Angekommen und eingelebt bei Pflege im Quadrat, kam die Feststellung, was für ein breitgefächertes Aufgabengebiet sie erwartete. Projektumsetzung, Mitarbeiter*innen-Betreuung, Organisationsarbeit. Es ist viel zu tun. Nach kurzer Zeit widmete sie sich ihrem Haupt- und Herzensprojekt: Dem Unternehmensleitbild. Ein modernes und diverses Unternehmen – wie händelt man das am besten, wie trägt man das gut nach Außen?

Ramona wäre aber nicht Ramona, wenn sie der Vielfalt an Aufgaben negativ gegenübergestanden wäre. Eigentlich, so erzählt sie es mir fröhlich, macht es ihr am meisten Spaß, einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche zu erhalten. Also begab sie sich motiviert an die Arbeit und wirkt seither bei vielem mit – sei es die Regie von TikToks, die komplette Terminplanung von Joti oder das Organisieren des Unternehmensleitbild-Wochenendes in Bad Brückenau.


Wie unser Geschäftsführer, Panajotis Neuert, zu Beginn ihrer Arbeit bei Pflege im Quadrat prophezeite, als er ihr einen Vorschuss an Vertrauen und Arbeit übergab: “Sie kriegt das schon hin”. Und das hat sie. Ramona ist heute zuständig für das Morgen von Pflege im Quadrat. Wir können uns sicher sein – wir sind in guten Händen. Und so endete ein weiteres Interview auf dem FACES-Interview-Balkon. Die Verpflegung war gut wie immer. Die Gesellschaft auch.

Ein herzliches Dankeschön an Ramona, die sich Zeit und Geduld für alle meine Fragen genommen hat. Es ist jedes Mal eine Freude, eine/n Kolleg*in kennenzulernen. Also bleibt gespannt auf den nächsten Eintrag bei FACES! Wer von euch Lust hat, von uns interviewt und aufgenommen zu werden – nur keine falsche Scheu! Gibt gerne Bescheid und sagt uns, warum wir genau dich und deine Tätigkeit bei uns vorstellen sollen. Wir freuen uns auf euch. Autorin: Melissa Sobottke | Fotos: Alexander Kästel

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